Kleinkind und Musik / Blog 3
26/07/17 08:08
Singen in kindgerechter Höhe!
Wenn Sie mit Ihrem Kind singen, denken Sie daran, dass die Kinderstimme in der Tonlage d1-a2 liegt und versuchen auch Sie in der Kopfstimmlage zu singen, um die Stimmbänder und den Klang der Kinderstimme richtig zu formen und keine tiefen Brummer/-innen und Schreier/-innen hervor zu bilden.

Gähnen Sie laut und legen Sie in das Gähnen einen hohen Ton, Sie werden staunen mit welcher hohen Stimmlage Sie gähnen können! Und wenn Sie so hoch gähnen können, dann können Sie auch so hoch singen! Ohne Anstrengung bitte, immer locker.

Versuchen Sie mit Ihrer Stimme „Lift zu fahren“, von tief nach hoch, in der Mitte stehen bleiben! Oder Summen Sie den Flug der Biene nach, der nach oben und unten gesummt wird, Loopings fliegt und gerade bleibt! Auch Zwerchfelltraining mit Ping/Pong Rufen und gleichzeitigem imaginären Händepatschen zum Boden hält die Stimme fit und hoch! ;) Viel Spass - Kinder lieben Stimm-Training-Spiele mit Biene, Fliege, Flugzeug!


Kleinkind und Musik / Blog 2
20/01/17 09:00
Kleinkinder im Alter von 2-4 Jahren lieben es Musik zu hören und reagieren sehr positiv darauf. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Babys (und sogar Pflanzen und Tiere) bereits im Babyalter und in der Schwangerschaft Musik als beruhigendes, aktivierendes und ritualisierendes Mittel wahrnehmen. Ich kann dies an meiner kleinen Enkelin bestätigen, die sofort leuchtende Augen bekommt, wenn die Ukulele ausgepackt wird, sie fängt sofort an die Hüfte zu schwingen und mit ihrem kindlichen „La-La-La“-Gesang einzustimmen. Ist sie vor Temperament einmal nicht zu bändigen, wird die Musik auch schon mal sehr rhythmisch und dann geht die Post ab bei ihr, sie geht in die Knie und wenn sie hüpfen könnte, würde sie es. Super für die Bildung von Muskeln, super für die Emotionen, super für überschüssige Energie abzuladen und super für die motorische Sensibilisierung und die auditive Wahrnehmung. Oftmals fragen mich Eltern, ob ihre Tochter oder ihr Sohn bei mir bereits im Kindergartenalter Klavierspielen lernen könnten? Spielerisch ja, aber wichtig ist, dass die Kinder dann bereits wissen, wie die Finger heissen, was der Daumen, der Zeigefinger, der Mittelfinger, der Ringfinger und der kleine Finger ist. Grundvoraussetzung also zum ein Instrument lernen! Darum früh anfangen mit Fingerspielen!

Tagesritual-Musik Tipps:

- Aufwachmusik (ruhige klassische Musik, verschiedenste Instrumente kennenlernen mal mit Klavier, Harfe, Orchester, Flöten, Gitarre, Marimbaphon...etc.)
Wenn Sie bereits einen gewissen Tagesrhythmus einhalten wollen, dass Ihr Kind z.B. in die Kita muss, dann probieren Sie tägliches Aufwecken mit ruhiger Musik zur gleichen Zeit und etwa 5 Min. bevor die Aufstehzeit ist, Musik ab lassen in leiser Lautstärke. Das Kind wacht angenehmer auf, als wenn Sie es vom Tiefschlaf herausnehmen aus dem Bett. Das Kind verbindet die Musik mit dem Aufsteh-Tagesrhythmus auf angenehmste Weise und wird stimuliert mit allen Sinnen, die dann langsam wach werden.


- Fingerspiele und „Büchlein“-Musik:

Fingerspiel mit Gesang wie nachstehendes Beispiel fördern die Aufmerksamkeit, das Kennenlernen des Körpers, die Feinmotorik und mit Gesang macht es doppelt Spass, da Emotionen durch Musik am besten wachgerüttelt werden. Rechte und linke Hirnhälften müssen so zusammenarbeiten und die elektrischen Impulse unseres Nervensystem sind so enorm gefördert. Auch das Ansehen eines Buches und dazu singend Geschichten dazu erzählen fördert das Nervensystem ganz toll.

Hallo Daumen schüttel dich,
der Tag ist wach nur du noch nicht!

Hallo Zeigefinger kreise
langsam und auf schnelle weise!

Kleinkind und Musik / Blog 1

KINDERPÄDAGOGIK / SPIEL
Seit einigen Jahren gehen die motorischen Fähigkeiten meiner Schüler/-innen in einem erschreckendem Masse zurück. In meinen Musikalischen Musikgrundschullektionen konnte ich anfangs meiner Unterrichtsjahre mit Bällen verschiedene Rhyhthmen auf den Boden „tappen“ oder das Metrum mit dem Ball in die Luft werfen lassen, bzw. zum Nachbarn tappen. Dies ist imJahr 2016 absolut nicht mehr möglich. Kein einziges Kind schafft es ohne 3 Unterrichtseinheiten den Ball überhaupt sicher fangen, auf den Boden tappen oder im Metrum weitergeben zu können.
Ich beobachte, dass ich keine Kinder mehr sehe, die draussen mit Bällen spielen, bzw. überhaupt spielen mit feinmotorischen Dingen.
Auch bei den einfachsten Schrittkombinationen wie seitwärts rechts einen Schritt, linkes Bein schliesst auf, geht bei Kindergartenkindern gar nicht mehr und bei den Primarschülern braucht es 3-4 Lektionen Übung.
Sachen, die wir im Musikunterricht vor einigen Jahren einfach noch als Mitgegeben betrachten konnten, ist heute nicht mehr vorhanden. Ich weiss es nicht, wie es Kolleginnen und Kollegen von mir im Unterricht geht. Es würde mich aber sehr interessieren, wie andere Lehrpersonen diesen Rückgang der Motorik erleben?

Wochen-Tipp BALL für Eltern:
Kaufen Sie Ihrem Kind einen einfachen Ball und gehen Sie mit nach Draussen und leiten mit Ideen das Kind zum Spielen an:
a1) Ball 1 m hochwerfen, auffangen /wiederholen
a2) Ball 1 m hochwerfen, klatschen /auffangen / wiederholen
a3) Ball 1m hochwerfen, klatschen, um eigene Achse drehen, auffangen / wiederholen
b1) Ball auf Boden tappen, auffangen / wiederholen
b2) Ball auf Boden tappen, klatschen, auffangen / wiederholen
b3) Ball auf Boden tappen, klatschen, um eigene Achse drehen, auffangen / wiederholen
c1) Ball auf eine Hauswand oder Garagentor werfen, Ball auf Boden 1x auftappen lassen, fangen / wdh
c2) Ball auf Boden auftappen lassen dann auf eine Hauswand oder Garagentor und wieder zurücktappen lassen dann fangen!
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PODCAST AUDIO FILE: MusikpaedagogIsiSchennach1

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